en TI-536 - MINERGIE Chile

Sanieren einfach gemacht

Minergie Systemerneuerung im Tessin

Die Qualität des Wohnraums konnte durch sehr einfache Eingriffe erheblich verbessert werden.

Aldo Coldesina, Architekt

Das Projekt in Kürze

Das Ziel der umfassenden Modernisierung war, den Wohnkomfort zu verbessern, die Heizkosten zu senken und den Minergie-Standard zu erfüllen. Aus architektonischer Sicht waren die Interventionen zeitgemäß und haben das traditionelle Erscheinungsbild des Gebäudes bewahrt: Ein Fenster im Wohnzimmer wurde vergrößert und die Küche zum Wohnzimmer hin geöffnet, wodurch der Wohnbereich zur Terrasse mit Blick auf das Tal geöffnet wurde. Im Schlafbereich wurde ein zweites Bad mit Dusche eingerichtet. Der offene Kamin im Wohnzimmer wurde neu gestaltet und durch ein mit Glas geschlossenes Modell ersetzt. Die Innenausstattung wurde erneuert, ebenso wie die Brüstungen und die Außenanlage.

Die Ölheizung wurde durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe im ehemaligen Tankraum des Nebengebäudes ersetzt. Ebenfalls wurde eine kontrollierte Lüftungsanlage mit Deckenverteilung installiert. Diese ist in der Isolierung des Dachgeschosses eingesetzt und in einem Schrank im Innern des Hauses untergebracht worden. Bei den Fenstern wurde auf ein Holz-Aluminium-Modell mit Minergie-Modulzertifzierung gesetzt.

Fragen an den Planer

  1. Was waren die Hauptgründe für die Sanierung?
    Das Gebäude befand sich am Ende des Lebenszykluses und musste zwingend saniert werden. Es bestand der Wunsch nach mehr Wohnkomfort, einer Verbesserung der architektonischen Qualität und nicht zuletzt nach einer Senkung der Heizkosten.
  2. Wo sehen Sie die Vorteile einer Minergie Sanierung?
    Der Minergie-Standard verbindet eine gut isolierte Gebäudehülle mit einem hohen Wohnkomfort. Dies auch dank der kontrollierten Lüftung, welche für konstant gute und gesunde Luft im ganzen Haus sorgt. Dazu kommen die Einsparungen bei den Heizkosten plus die Möglichkeit von Fördergeldern zu profitieren; die bei einer Minergie-Sanierung nochmals deutlich höher sind als bei einer herkömmlichen Sanierung.
  3. Was waren die Herausforderungen?
    Die Sanierung war relativ einfach in Bezug auf die Art des Hauses und der Bauweise. Allerdings gab es einige logitische Herausforderungen aufgrund der Lage des Hauses und der erschwerten Zufahrt. Die grösste Schwierigkeit bei der Sanierung war dann die Isolierung der Unterflurhohlräumen. Diese waren sehr niedrig und erlaubten den Zugang für eine Person nicht. Deshalb wurde beschlossen, diese Hohlräume durch gebohrte Löcher direkt mit Steinwolle zu füllen.
  4. Woran haben Sie am meisten Freude?
    Die Qualität und die Helligkeit des Wohnraums konnten durch sehr einfache Eingriffe erheblich verbessert werden. Zusammen mit der kontrollierten Lüftung konnte der Wohnkomfort enorm gesteigert werden.

Das Gebäude im Überblick

Baujahr (Sanierungsjahre)

1964 (2019)

Eigenstromproduktion

keine